Blutegel
Blutegel - die nützlichen Helfer ...
Blutegel (hirudo medicinalis) sind Ringelwürmer, verwandt mit dem Regenwurm.
Die Blutegeltherapie wird vom Menschen schon über 6000 Jahre eingesetzt, genauso, wie Tiere oftmals bei Beschwerden die Gewässer aufsuchen, da der Egelbiss oft Linderung und Heilung bringt.
Es handelt sich um sehr hübsche und gute Schwimmer, die sogar angenehm anzufassen sind – und es sind überaus empfindsame Wesen!
Die grundsätzliche Doppelwirkung des Blutegelbisses - gleichzeitig Injektion von heilsamen Substanzen und Absaugen von dadurch etwa verflüssigten Thromben hat ihm 1987 in der rekonstruktiven Chirurgie der Humanmedizin einen zusätzlichen Schub in seinem Comeback verholfen.
Blutegeltherapie, als Begleittherapie oder Therapieist bei folgenden Krankheitsbildern möglich:
(nur von erfahrenen Heilpraktikern oder Ärzten durchzuführen!)
- siehe auch den Verweis auf Studien zur Wirksamkeit der Blutegeltherapie am Seitenende.
- Venöse Gefäßerkrankungen: Thrombose, Thrombophlebitis, Krampfadern, Besenreißer
- Arthrose
- degenerative Gelenkerkrankungen als Begleittherapie
- Gelenkrheuma, PCP: primär chronische Polyarthritis
- Tennisellenbogen / Golferellenbogen (epicondylitis)
- Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)
- Akuter Gichtanfall
- Verletzungen: Quetschung, Hämatom, Prellung, Frakturen, nach Operationen
(Blutegel wurden schon von Boxern bei Schwellungen am Auge verwendet...) - Schlechte Heilung, schlechtes Wundfleisch, langes Eitern, Wundheilungsstörungen
- Hauterkrankungen wie z.B. Furunkel, Karbunkel, infizierte Insektenstiche
- Erkrankungen der Lymphknoten
- Ohrenerkrankungen: Tinitus. Mittelohrentzündung auch bei Kindern als Begleittherapie
- Bluthochdruck
- und viele mehr!
Der Biss ist eigentlich ein Sägen
Drei sternförmig angeordnete Sägeleisten mit jeweils etwa 80 Kalkzähnchen raspeln sich vorsichtig durch die Haut, um zum Blut zu gelangen. Zwischen den Kalkzähnchen sind Öffnungen, durch die die Saliva, der Blutegelspeichel abgegeben wird.
Der Biss eines Blutegels ist nicht schmerzhaft, denn der Egel hat in der freien Natur kein Interesse daran, überhaupt bemerkt zu werden.
Ob zur Schmerzlinderung ein Anästhetikum im Speichel enthalten ist, ist umstritten.
Der Biss eines Blutegels wird wie "Brennnesselstiche", "Mückenstiche", "ein leichtes Ziehen" oder "Einstiche von Injektionsnadeln" beschrieben.
Studien
Links
Von hier beziehe ich meine Blutegel: Biebertaler Blutegelzucht
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Quellenangaben / weiterführende Informationen
Rechtlicher Hinweis
Meine Ausführungen basieren auf den Erkenntnissen der Erfahrungsheilkunde und auf meinen Beobachtungen aus der Praxis. Sie sind (teilweise) wissenschaftlich (noch) nicht belegt und daher schulmedizinisch (noch) nicht anerkannt. Zur besseren Transparenz (sofern möglich) habe ich zu jedem Thema Quellenangaben und aktuelle Studienergebnisse beigefügt.